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Guerilla Ausstellung

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Von Zeit zur Zeit veranstalten wir in div. Städten eine Guerilla-Ausstellung, um mit unseren Bildern die Städte ein wenig zu verschönern…

Was genau ist eine Guerilla-Ausstellung?

werden sich wahrscheinlich viele von Euch fragen? Nein, es hat nichts mit südamerikanischen Untergrundkämpfern oder dergleichen zu tun.

Die Guerilla-Ausstellung ist eine Form des Guerilla-Marketings, einer Wortschöpfung des Marketing-Experten Jay C. Levinsonaus der Mitte der 1980er Jahre. Damit sind ungewöhnliche Aktionen gemeint, die mit möglichst geringen Mitteleinsatz eine möglichst große Wirkung erzielen sollen.

Im Mittelpunkt stehen hier vor allem pure Emotionen und ungewöhnliche und kreative Ideen. Dies machten sich bisweilen vor allem Unternehmen zu Nutze: so warb z. B. ein Hersteller von Sicherheitsglas mit einer größeren Geldmenge, die im öffentlichen Raum eben hinter jenem Sicherheitsglas angebracht wurde. Da muss man schon ganz schön viel Vertrauen in sein Produkt haben. Aber genau dies wird von den Kunden honoriert und per Mundpropaganda weitergetragen.

Ein weiteres Beispiel ist ein großer Möbelhersteller, der Fahrgästen in der U-Bahn die Wartezeit durch Aufstellen seiner Sofas versüßte. Der Sinn hinter solchen Aktionen ist es, die Aufmerksamkeit von Menschen, die durch die ständige Bombardierung mit konventionellen Werbebotschaften vollkommen reiz überflutet sind, mit cleveren Aktionen zu erreichen. Aber auch für Künstler kann Guerilla- Marketing interessant sein.

Sicherlich haben die Sozialen Medien große Vorteile und ermöglichen eine noch vor wenigen Jahren unvorstellbare Reichweite, dennoch gibt es auch Schattenseiten. Die durch die Werbung bekannte Reizüberflutung hat auch hier Einzug gehalten. Und so werden Nutzer von Instagram, Flickr oder Facebook täglich mit hunderten Bildern konfrontiert. Sich hier die Zeit für eine intensivere Betrachtung zu nehmen ist nicht einfach. Anders sieht das aus, wenn man während eines Einkaufsbummels zufällig auf eine kleine Outdoor-Galerie stößt. Das ist etwas, das man nicht alle Tage sieht.

Hier kann man nicht – ohne groß darüber nachzudenken – den Like-Button drücken. Dafür lässt es sich hier dem Alltag für einen kurzen Augenblick entfliehen. Besonders interessant ist zudem, dass durch solche Aktionen Menschen erreicht werden können, die sich ansonsten nie für die jeweilige Kunstrichtung interessiert, geschweige denn proaktiv nach
Bildern gesucht hätten.

Was gibt es also besseres für Straßenfotografen, als der Straße Bilder zurückzugeben?!
Gesagt getan, jeder von uns wählte drei seiner Bilder aus, sodass wir insgesamt 15 Drucke zur Verfügung hatten. An einem Bauzaun z.B. in der Nähe einer Stuttgarter Partymeile wurden die Bilder gut sichtbar für Stadtbummler und Nachtschwärmer angebracht. Dabei konnte man uns sogar von überall beobachten, denn die Aktion wurde live auf Facebook übertragen. Besonders freuten wir uns darüber, dass die Ausstellung noch weitere Tage vollständig vorhanden war. Auf der anderen Seite sind wir aber auch froh, wenn einem Passanten eines unserer Bilder gefallen hat und er es sich daraufhin mit
nach Hause nimmt. Auf diese Weise können wir mit unserer Kunst den Tag von jemandem hoffentlich ein klein wenig besser machen.

Das wird nicht die letzte Aktion von uns dieser Art gewesen sein und vielleicht konnten wir ja auch ein paar andere Fotografen anregen, selbst mal eine kleine Guerilla-Ausstellung zu starten.

Hast Du uns vielleicht sogar über die Guerilla- Ausstellung kennengelernt?
Wenn ja, würden wir gerne mehr von Dir hören.

Schreib uns doch eine E-Mail an   events@soulofstreet.de

 

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