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Folsom. Ein Berlin Foto Essay

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Folsom Europe ist das grösste Fetisch Event in Europa. Es findet einmal im Jahr in Berlin statt. Bestandteil von Folsom ist ein Straßenfest und dort habe ich fotografiert.

Da ich mit Blitz arbeiten wollte, habe ich mich für den Abend entschieden. Alle Bilder sind mit einem 35mm (bezogen auf Vollformat) und externem Blitz aufgenommen.

Normalerweise sucht man auf der Straße das Besondere, hier gibt es soviel besonderes, ich bin erstmal visuell überwältigt und brauche einen Moment, mich an das, was ich sehe, zu gewöhnen.

Das Straßenfest ist relativ klein. Das Publikum ist fast ausschließlich männlich. Ich habe ziemlich schnell einen Überblick und beginne dann langsam zu fotografieren. Ähnlich wie auf dem Christopher Street Day ist Fotografieren kein Problem. Keine bösen Worte, keine bösen Blicke. Ganz anders als beim CSD bin ich mit Einbruch der Dunkelheit der einzige Fotograf.

Am Straßenrand wird eine Frau ausgepeitscht, die Menschen stehen in Dreier Reihen drum. Ich sehe mir das kurz an. Da ist kein Bild drin, denke ich und gehe weiter.

Die meisten Bilder sind klassische Streetfotografie ungestellt und oft unbeobachtet gemacht. Einmal habe ich gefragt, im Wesentlichen weil ich den Gesprächspartner meines Motivs bei Seite schieben musste. 2x haben Leute ungefragt für mich posiert, ich fand die Bilder passten rein und ich liess sie drin.

Es ist ein unglaubliches Gewusel an Menschen und Ständen, saubere Komposition ist kaum möglich, ich fotografiere nach dem Prinzip “dran und drauf”, meist aus großer Nähe.

Nach 21.00 Uhr wird es ruhiger, das Fest beginnt sich aufzulösen. Ich gehe an die Ränder des Festes um ein paar ruhigere Bilder zu schiessen.

Nach 4 Stunden bin ich dann auch durch, gönne mir eine Wildschweinbratwurst und gehe.

Viel fotografiert habe ich nicht, keine 50 Bilder. Das Nachbearbeiten ist einfach, schwarz weiß, der Blitz sorgt für Kontrast. Hier und da muss ich mal das Licht ausbalancieren, ein, zweimal das Bild beschneiden, das ist alles. Die meisten Bilder lasse ich, wie sie sind.

Beim Editieren stelle ich fest, das, was bleibt, reicht für einen Fotoessay, 18 Bilder wähle ich aus.

Viel Spass beim Ansehen.

Martin ist Berliner Fotograf, Foto Coach und Autor.

Er ist Gründungsmitglied des Berliner Fotografen Kollektivs Berlin1020, Herausgeber der deutschen Streetfotografie Seite. Er hat an mehreren Büchern zum Thema Street Photography mitgewirkt und geschrieben. Er hat zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Fotografie Wettbewerben gewonnen.

Martins Arbeiten wurden in Ausstellungen in New York, London, Dublin, Bukarest, Budapest, Rom und Berlin gezeigt.

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Website: https://streetberlin.net/de/
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