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Leon auf Reisen – Rumänien

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Nachdem der Hochsommer an mir vorbeigezogen ist, während ich mich in der Bibliothek der Anfertigung von Arbeiten über ein recht auf den selbstbestimmten Tod und dem phänomenologischen Existentialismus von Sartre beschäftigte, habe Ich mich auf eine zweiwöchige Reise durch Rumänien begeben.

Ich reise mit Vorliebe in Länder, welche nicht die gleichen Wohlstand Verhältnisse aufweisen wie Deutschland. Oftmals ist hier der Vorwurf des Armutstourismus nicht weit her. Dies ist aber weit entfernt von meiner persönlichen Motivation. In den vergangenen Jahren habe Ich immer wieder festgestellt, dass die Menschen in ärmeren Ländern, weitaus herzlicher und freundlicher sind als in anonymen Wohlstandsgesellschaften. Ich esse auch definitiv lieber Fritten mit Wurst und trinke Bier an einem Imbiss, in dem sich für gewöhnlich keine Touristen verirren. Hier habe ich das Gefühl, den Menschen am Nächsten zu kommen und mehr über die Kultur und das Land zu erfahren als bei einer geführten Sightseeing Tour.

Ich habe Rumänien als ein gastfreundliches Land von unglaublicher Schönheit erlebt. Jedenfalls an der Frittenbude am Markt, die Servicekräfte der Tourismus Gastro habe ich jedoch als sehr überheblich und unfreundlich erlebt. Die Natur ist beeindruckend, von den Karpaten bis hin zum Schwarzen Meer. Was mich jedoch stark beeindruckt hat ist eine derartige Armut, wie ich sie bisher in keinem EU Land erlebt habe, vor allem im Kontrast zum extremen Reichtum der Elite, welche mit oligarchischen Strukturen die Wirtschaft kontrolliert. Viele Menschen sind abhängig vom Mindestlohn, Jobs im Tourismus, hier ist zu bedenken, dass dieser bei 320€ liegt, Supermärkte sind in weiten Teilen jedoch teurer als bei uns.

Der Geburten Zwang unter dem Diktator Ceausescu verpflichtete in den 90ern alle Frauen, mindestens 4 Kinder zu bekommen. Hieraus resultierte eine enorme Überbevölkerung des Landes, die eine Gesellschaft der Anonymität zur Folge hat, in der jeder um sein Überleben kämpft.

Diese Mischung aus Armut, Anonymität und Abhängigkeit vom Tourismus, was vor allem zu Nebensaison auffiel, habe ich versucht, in meinen Fotos festzuhalten. Die Oberschicht hingegen habe ich kaum dokumentiert, diese Leute schaffen sich oftmals selbst genügend Bühnen, da bedarf es nicht meiner Hilfe…

1 KOMMENTAR

  1. Ich war vor ein paar Wochen auch in Rumänien. Ich habe auch Menschen gesehen denen es wirtschaftlich nicht so gut geht wie uns.
    Ich habe aber noch viel mehr schones in der Natur, den Bürgen, den Kirchen und Klöstern gesehen
    Es ist schade, wenn ein Land nur auf ein Thema reduziert wird.

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